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Samstag, 21. Januar 2017

Rubakha

Im letzten Sommer war ich das erste Mal zu Gast im Lager auf einem Mittelaltermarkt. Das hat mir richtig gut gefallen, da möchte ich gern öfter mit :). Und beim nächsten Mal hätte ich gern eine passende Gewandung, die Gruppe stellt nämlich Kiewer Rus um 1050 dar. Im Sommer habe ich einfach meine Wikinger-Gewandung um Schläfenringe ergänzt, da das ganze recht spontan war, aber fürs nächste Mal möchte ich doch eine richtige Rus-Gewandung.

Losgelegt habe ich mit dem Unterkleid, der Rubakha. Meine ist aus gebleichtem Leinen. Die Ärmel hätten eigentlich noch etwas länger werden können, aber mich nerven die überlangen Ärmel schnell, darum habe ich das im Rahmen gehalten.

An den Seiten sind, genau wie bei meinen Wikingerkleidern, dreickige Keile eingesetzt. Da das Kleid nur für Märkte gedacht ist, ich damit also nicht rennen und klettern muss, habe ich ein bisschen schmalere Keile genommen. Unter den Armen sind natürlich auch kleine Keile.

Eigentlich müsste ich das gute Stück auf links tragen, damit man die schönen Nähte sehen kann. Ich habe mich auf dieser Seite umgesehen und mich für Naht Nr. 14 entschieden. Also habe ich alle Schnittteile an den Kanten, wo sie verbunden werden möglicht unsichtbar gesäumt. Dafür habe ich normales weißes Nähgarn verwendet. Das geht natürlich nicht mit der Maschine ;).

Dann habe ich die einzelnen Teile mit dem Überwendlingstich verbunden. Dazu habe ich Fäden benutzt, aus dem der Stoff gewebt wurde. Die habe ich aus einem Reststück gezogen. Darüber habe ich zwischendurch ganz schön geflucht, die Fäden waren nämlich nicht verzwirnt und sind entsprechend oft gerissen^^.

Sämtliche Säume und der Beleg am Halsausschnitt habe ich mit planzengefärbtem Seidengarn in bordeauxrot im Kettstich genäht. Das Garn hat einen leichten Glanz, der sich leider nicht fotografieren lassen wollte.

Eventuell kommen da noch einige Stickereien dazu, aber so wie sie jetzt ist, ist die Rubakha auf jeden Fall tragbar, und ich muss nicht nackig gehen :D

Montag, 11. August 2014

Noch schnell ein Kleid...

Eigentlich wollte ich ja vor dem Epic Empires nichts mehr nähen. Andererseits ist natürlich ein Ersatzkleid schon praktisch, falls eins nass wird oder durchgeschwitzt ist. Immerhin geht das EE von Mittwoch Nachmittag bis Samstag Nacht. Also hab ich schnell noch ungefärbtes Leinen bei Buttinette bestellt, das ist etwas feiner und dünner als das von Ikea, aber trotzdem noch recht günstig, und losgelegt. 
 Der Schnitt ist der selbe wie der von meinem braunen Kleid, nur die Ärmel habe ich auf 3/4 verkürzt. Auf dem Foto fehlt natürlich der restliche Wikinger-Style, der ist schon eingepackt^^.
 Aber so kann man wenigstens mal die Abnäher sehen, da ist ja sonst immer der Hängerock drüber. Ohne die würde das Kleid vermutlich so vorteilhaft wie ein Kartoffelsack sitzen^^. Da ich ein ziemliches Bleichgesicht bin und in so hellen Farben schnell mal krank aussehe, habe ich die Säume und den Ausschnitt mit außen liegendem Hexenstich aus dunkelgrünem Leinengarn von der Spindel verziert.
Hier ist noch der Beweis, dass auch hinten Abnäher sind, die sind allerdings nicht so einfach allein zu fotografieren *kicher*.