Freitag, 1. April 2016

Sommersocken


Ja, schon wieder Socken. Diesmal aber für mich. Eeeiiiigentlich habe ich ja genug Socken, allerdings sind die alle recht dick (halt aus der typischen 1/1 Dochtwolle). Jetzt hatte ich ja die etwas dünnere Wolle, die ich bei diversen Färbungen mit benutzt habe, und daraus habe ich mir jetzt ein Paar Sommersocken genadelt. Die Wolle fühlt sich duch die recht feste Zwirnung an den Füßen sehr angenehm an, jetzt kann es wirklich Sommer werden :)


Freitag, 18. März 2016

Auftragssocken

Im letzten Post hatte ich ja schon angedeutet, dass ich einen Auftrag für ein Paar nadelgebundene Socken hatte. Mein Lieblings-Normanne wünschte sich Socken passend zur Gewandung in gelb-grün. In Größe 43-44 *urgs*. Also habe ich mit Birkenblättern gelb gefärbt, das ganze dann mit der dunkelgrünen Wolle aus meiner Winterthing-Ausbeute kombiniert, und da Socken draus gemacht :).
Die echte Farbe liegt irgendwo zwischen den beiden Fotos (einmal mit, einmal ohne Blitz), mir gefällt die Kombination echt gut, der Empfänger hat sie bisher nur auf Bildern gesehen, ist aber begeistert.



Freitag, 11. März 2016

Färben mit Birke

Für einen Socken-Auftrag brauchte ich neue, schön knallig gelbe Wolle, darum habe ich mir mal Birkenblätter besorgt. Die sollen ja recht zuverlässig gelb färben. Also habe ich 200g Wolle (alaungebeizt) mit 200g getrockneten Blättern gefärbt. Das Ergebnis war dann auch ein richtig schönes, knalliges Gelb.
Ich habe bei dieser Färbung mal getestet, ob es einen Unterschied macht, wenn die Wolle nach dem Beizen feucht gehalten wird, oder nicht, und ich muss sagen, bei Birke macht es keinen Unterschied. Darum sind auf dem Foto auch nur 100g zu sehen, exemplarisch sozusagen, das andere Knäuel war zum Foto-Zeitpunkt schon in der Verwandlung zu Socken :).

Die Färbeflotte war nach der ersten Färbung noch relativ gelb, also hab ich da noch einen Strang reingetan, den ich mal geschenkt bekommen habe, 100% Schurwolle mit einer missglückten Heidekrautfärbung (war kaum zu sehen. Aber offensichtlich war die Flotte doch nicht mehr stark genug, die Wolle wurde nur recht blass. Also habe ich nochmal 3% (also nur 3g, das ist wirklich wenig) Eisensulfat dazugegeben, um die Farbe zu grün weiterzuentwickeln.

Ich hab die Wolle dann vorsichtig gerührt und ein paar mal aus der Flotte rausgehoben, weil das Eisensulfat Sauerstoff zur Reaktion braucht. Das hat auch wirklich gut geklappt, aus dem recht blassen Gelb ist ein schönes Olivgrün geworden. Mag ich!

Freitag, 4. März 2016

Resteverwertung

Ich hatte noch ein paar kleine Reste chemisch gefärbter Filzwolle hier rumfliegen, so ohne rechten Plan, was ich damit anfangen sollte. Aber Stulpen gehen ja eigentlich immer, oder? Also habe ich da fix ein Paar Armstulpen draus genadelt. Da ich selber schon welche habe, werde ich die vermutlich mit einem Wanderpaket weiterreisen lassen, oder so...
Jetzt habe ich, zumindest was Dochtwolle angeht, nur noch pflanzengefärbte hier rumfahren :)

Montag, 29. Februar 2016

Färben mit Faulbaumrinde

Ich hab euch ja letztens schon meine "neuen" Beinwickel gezeigt, die ich mit Faulbaumrinde gefärbt hatte. Da die Färbeflotte noch ganz gut aussah, hab ich mir gedacht, da kann man doch bestimmt noch ein wenig Wolle mit färben^^.
Also nicht lang gefackelt, und 50g von der grauen Schurwolle, die ich auch schon bei der Krapp-Färbung benutzt habe, und 50g vom 2. Zug der Krapp-Färbung (der mir ja nicht so gefallen hat...) in den Einkocher geschmissen.
Und hier ist das Ergebnis, unten ist die Wolle, die schon ein bissel Krapp abbekommen hat, darum ist die etwas rötlicher. Mir gefällt das warme braun immer noch sehr gut. Und nach dieser Färbung sah die Färbeflotte immer noch echt gut aus, also habe ich noch echt gut aus, also habe ich noch die letzten 50g der verunglückten Krapp-Färbung und 100g Dochtwolle vom Wollschaf reingetan.
Und auch der 3. Zug hat wieder eine schöne Farbe abbekommen (links die Dochtwolle, rechts die Krapp-Überfärbung). Faulbaumrinde ist echt ergiebig. Ich hätte bestimmt noch mindestens einen weitern Zug färben können. Außerdem kann man damit offensichtlich auch andere Materialien färben:
Hier seht ihr mein Färbetuch aus 100% Baumwolle (Bomull von Ikea, da war sogar noch die Appretur drauf), nachdem es ohne Fixierung in der Waschmaschine war... Da soll noch mal einer sagen, mit Pflanzenfarben kann man keine Baumwolle färben. Sogar die Schnur, mit der das Tuch zugebunden war (meiner Einschätzung nach 80-100% Poly-Tier) war braun^^. Das nächste mal, wenn ich mit Faulbaumrinde färbe, werde ich mal testen, ob man Leinen damit färben kann... 



Freitag, 26. Februar 2016

Mal wieder Socken

Ich hab mal wieder Socken genadelt. In Größe 45 *ächtz*. Für wen wird noch nicht verraten, weil die ein IT-Geschenk werden sollen. Ich glaube zwar nicht, dass der Betroffene hier mitliest, aber man weiß ja nie^^.
Verwendet habe ich die Wolle aus der Löwenzahn-Solarfärbung und die Dochtwolle aus der Krappfärbung. Da die Löwenzahnwolle nicht so recht lichtecht ist, hat die sich für Socken ja quasi angeboten, und das Rot als Kontrast passte ganz gut dazu. 
Wie bewährt, Oslo-Stich F2 :). Ich hoffe, der zu Beschenkende wird sich freuen...

Montag, 22. Februar 2016

Lucet

Als das mittelalterliche Wanderpaket aus dem grünen Lieblingsforum das letzte mal hier halt gemacht hat, war da eine handgeschnitzte Lucet (oder auch Strickgabel) enthalten. Die konnte ich natürlich nicht weiterreisen lassen, auch wenn ich keine Ahnung hatte, wie das Ding funktioniert. Kann man ja alles lernen...

Ich hab also mal fix Google befragt, wie das ganze funktioniert, und nachdem ich mit der bebilderten Anleitung gar nicht zurecht kam, bin ich auf ein Youtube-Video gestoßen, und damit hat das dann prima geklappt. Die Technik ist wohl laut Wikipedia bis in die Wikingerzeit belegt, angeblich wurden da früher Seile mit gemacht. Das kann ich mir gut vorstellen, es ergibt recht stabile Vierkantschnüre, die nicht aufribbeln, wenn man sie abschneidet, und gegenüber vielen anderen Techniken, aus denen Nestelschnüre hergestellt werden, hat die Lucet den Vorteil, dass man die Schnur unendlich lang machen kann, weil man aus dem Knäuel arbeitet.

Mein Sköllchen aus der Winterthing-Beute kat jetzt als Anhängeband auc so eine Schnur, hier habe ich sie etwas lockerer gestrickgabelt, damit die etwas strechig bleibt, wenn man nach jeder Drehung fest anzieht, kann man aber auch eine recht feste und steife Schnur erhalten (s. oberes Foto).