Samstag, 28. Januar 2017

Nadelkissen

Hier habe ich nochmal eine kleine Resteverwerung für euch :). Aus ein paar Leinenresten habe ich nach der Paper-Piecing-Methode ein Patchwork-Nadelkissen genäht:


Vorder- und Rückseite sind ein bisschen unterschiedlich, damit es nicht langweilig wird. Zum Füllen habe ich ganz normale Füllwatte genommen, die hier noch rumflog, es funktioniert aber auch mit Stoffresten o.ä.

Das Teilchen ist eine kurze Zeit mit dem Mittelalter-Tauschpaket aus dem grün-schwarzen Forum gereist, hat aber mittlerweile schon eine neue Besitzerin gefunden.


Samstag, 21. Januar 2017

Rubakha

Im letzten Sommer war ich das erste Mal zu Gast im Lager auf einem Mittelaltermarkt. Das hat mir richtig gut gefallen, da möchte ich gern öfter mit :). Und beim nächsten Mal hätte ich gern eine passende Gewandung, die Gruppe stellt nämlich Kiewer Rus um 1050 dar. Im Sommer habe ich einfach meine Wikinger-Gewandung um Schläfenringe ergänzt, da das ganze recht spontan war, aber fürs nächste Mal möchte ich doch eine richtige Rus-Gewandung.

Losgelegt habe ich mit dem Unterkleid, der Rubakha. Meine ist aus gebleichtem Leinen. Die Ärmel hätten eigentlich noch etwas länger werden können, aber mich nerven die überlangen Ärmel schnell, darum habe ich das im Rahmen gehalten.

An den Seiten sind, genau wie bei meinen Wikingerkleidern, dreickige Keile eingesetzt. Da das Kleid nur für Märkte gedacht ist, ich damit also nicht rennen und klettern muss, habe ich ein bisschen schmalere Keile genommen. Unter den Armen sind natürlich auch kleine Keile.

Eigentlich müsste ich das gute Stück auf links tragen, damit man die schönen Nähte sehen kann. Ich habe mich auf dieser Seite umgesehen und mich für Naht Nr. 14 entschieden. Also habe ich alle Schnittteile an den Kanten, wo sie verbunden werden möglicht unsichtbar gesäumt. Dafür habe ich normales weißes Nähgarn verwendet. Das geht natürlich nicht mit der Maschine ;).

Dann habe ich die einzelnen Teile mit dem Überwendlingstich verbunden. Dazu habe ich Fäden benutzt, aus dem der Stoff gewebt wurde. Die habe ich aus einem Reststück gezogen. Darüber habe ich zwischendurch ganz schön geflucht, die Fäden waren nämlich nicht verzwirnt und sind entsprechend oft gerissen^^.

Sämtliche Säume und der Beleg am Halsausschnitt habe ich mit planzengefärbtem Seidengarn in bordeauxrot im Kettstich genäht. Das Garn hat einen leichten Glanz, der sich leider nicht fotografieren lassen wollte.

Eventuell kommen da noch einige Stickereien dazu, aber so wie sie jetzt ist, ist die Rubakha auf jeden Fall tragbar, und ich muss nicht nackig gehen :D

Dienstag, 22. November 2016

Krugdecken

Kennt ihr das, wenn man einfach mal Lust auf ein kleines Projekt hat, das man an einem Abend fertig bekommt? Krugdecken bieten sich da ganz ausgezeichnet an :D.
Für alle nicht Mittelalter-Leute, Krugdecken sind kleine Tücher aus einem relativ eng gewebten Stoff, die man über die Krüge auf dem Tisch hängen kann, damit man da nicht dauernd irgendwelches Viehzeugs drin hat. An den Ecken werden sie mit Perlen beschwert, damit sie nicht wegfliegen.
Da ich mich schlecht von Stoffresten trennen kann, habe ich eigentlich immer irgendwelche Leinenreste rumfliegen, die sind dafür gut geeignet.

Diverse Glas-, Holz- und Knochenperlen hatte ich auch noch in meinem Fundus, also habe ich losgelegt und so sind relativ schnell 2 Krug- und eine Becherdecke entstanden. Die braune Decke ist mittlerweile schon unterwegs im Mittelalter-Wanderpaket, die anderen 2 behalte ich für mich :).

Dienstag, 15. November 2016

Färben mit Färberginster

Für die Socken aus dem letzten Post brauchte ich natürlich auch gelbe Wolle, da habe ich dieses Mal das Färben mit Färberginster getestet. Das ergab auch ein sehr schönes, knalliges Gelb. Und es hat beim Färben relativ gut gerochen, das ist ja auch nicht immer der Fall. Da ich in der Wohnung färbe, ist das ein klarer Pluspunkt :).


Von oben nach unten: 1. Zug, 2. Zug, 3. Zug mit Eisensulfat weiterentwickelt. Wie immer habe ich mit 15% Alaun vorgebeizt und mit 100% Färbegut gefärbt. Mir gefallen die Farben sehr :).

Dienstag, 8. November 2016

Mal wieder Socken :)

Hui, jetzt habe ich aber lange nichts geschrieben. Mir ging es nicht so besonders gut, daher habe ich nicht so richtig viel gehandarbeitet, und Lust zu Bloggen hatte ich schon gleich dreimal nicht.
Aber so langsam geht es wieder bergauf, meine Motivation ist wieder voll da, und jetzt werde ich mir mal Mühe geben, die Paar Sachen, die ich gewerkelt habe noch zu zeigen :)

Im letzten Post hatte ich ja geschrieben, dass ich mit Krapp gefärbt habe, da ein Freund von mir zwei Paar Socken in rot-gelb haben wollte. Die sind schon lange übergeben, aber immerhin von einem Paar habe ich ein Bild gemacht. Bei dem anderen Paar ist die Farbverteilung einfach anders herum^^.


Montag, 13. Juni 2016

Färben mit Krapp

Ich hatte ja erzählt, dass der Lieblingsnormanne sehr begeistert von seinen Socken ist. Und natürlich hat er vor den anderen Normannen immer damit angegeben. Also kam die nächste Anfrage rein. Gewünscht sind Socken in rot-gelb. Also wurde mal wieder mit Krapp gefärbt.
Diesmal nicht als Kontaktfärbung, leider ist es wieder etwas fleckig geworden. Ich fürchte, Krapp und ich werden nicht die besten Freunde^^. 

Mittwoch, 8. Juni 2016

Neues Werkzeug

Ich habe mir beim Wollschaf ein neues Werkzeug bestellt: Eine Nostepinne
Sie ist viel leichter, als sie aussieht, und das Wolle wickeln geht damit tatsächlich viel besser. Damit kann ich jetzt auch sogenannte Cakes wickeln, die nicht dauernd weg kullern, wenn sie mal runterfallen (z. B. durchs halbe Zugabteil^^). 
Im Hintergrund auf der Fensterbank ist grad ein total leckerer Ananaslikör in der Mache, das Rezept will ich euch natürlich nicht vorenthalten, noch besser wird er, wenn man überall weiß durch braun ersetzt :D.

Freitag, 3. Juni 2016

Wolle für mich

Ein Arbeitskollege von mir ist wegen seiner Border-Collies unter die Schafhalter gegangen. er hat 3 Coburger Fuchsschafe und ein Alpines Steinschaf. Im Frühjahr mussten die natürlich geschoren werden, und da hab ich mal lieb gefragt, ob ich was von der Wolle von den Coburgern haben kann. 
Ein paar Tage später hatte ich etwa einen halben blauen Müllsack voll Rohwolle :D. Ich mag die Wolle vom Coburger Fuchsschaf total gern, die Farbe kommt von einigen wenigen rotbraunen Haaren, sehr charakteristisch. Natürlich musste die als erstes gewaschen werden, damit das Lanolin nicht aushärtet
Da kam vielleicht ein Dreck raus... Man sieht auch auf den Bildern, dass die Wolle nach dem Waschen viel weniger gelblich ist. Ich habe schon beantragt, dass die Schafe vor der nächsten Schur einmal durch die Waschanlage müssen :D. Jetzt schiebe ich grad das Kardieren vor mir her, und ich muss mich ganz dringend wieder mit dem Spinnen beschäftigen, da fehlt mir nämlich noch einiges an Übung...

Sonntag, 29. Mai 2016

Handstulpen für die Normandie

Der Lieblingsnormanne ist von seinen Socken begeistert. So begeistert, dass letztens die Anfrage kam, ob ich ihm nicht "vielleicht auch so Handwärmer-Teile machen kann". Klar kann ich das :D. Farbwunsch war mal wieder grün-gelb, praktischerweise war noch Gelb von der Birkenfärbung für seine Socken über, und grün hatte ich noch vom Winterthing-Einkauf. Also fix losgelegt, und ratz-fatz waren die Stulpen fertig:
Auf dem Bild sind die Enden noch offen, weil ich mir nicht sicher war, ob die Stulpen lang genug sind, so kann ich bei Übergabe zur Not noch ein paar Reihen drannadeln.
Der Stich ist mal wieder der Oslo F2 auf Dochtwolle 1/1 :).

Mittwoch, 25. Mai 2016

Färben mit Avocadoschale

Ich bin auf Ravelry in einer Gruppe zum Thema Färben mit Pflanzen, da habe ich gesehen, dass man auch mit Avocadoschalen färben kann. Die Ergebnisse reichen von beige über braun bis hin zu altrosa (es kommt dabei darauf an, welche Schalen man verwendet, ob von grünen, oder Hassavocado glaube ich). Ich esse wahnsinnig gern Avocado, also habe ich angefangen, die Schalen aufzubewahren und zu trocknen (alle Sorten querbeet durcheinander, wie es sie grad im Laden gab^^). Und vor kurzem habe ich damit gefärbt:
Das Ergebnis würde ich als camel bezeichnen. Es ist in echt etwas dunkler als auf dem Foto. Finde ich ganz schick, allerdings kann man das Ergebnis sicherlich auch wesentlich unaufwändiger mit schwarzem Tee o.ä. erreichen. Ich werde meine Avocaoschalen in Zukunft also nicht mehr aufheben...

Freitag, 20. Mai 2016

Färben mit Heidekraut

Vor einiger Zeit habe ich mal eine Färbung mit Heidekraut ausprobiert. Ich mag Heidekraut als Pflanze total gern, weil es mich immer an die Braderuper Heide auf Sylt erinnert :D. Und wenn man mit einer tollen Pflanze auch färben kann, um so besser^^.
Irgendwie hatte ich im Kopf, dass Heidekraut auf alaungebeizter Wolle ein grünstichiges Gelb ergibt, ich bin mir nicht sicher, wie ich darauf gekommen bin, um so erstaunter war ich, als mir aus dem Einkocher ein dunkles Goldgelb entgegen leuchtete. Aber ich mag die Farbe (links im Bild) sehr gern:

Wie ihr seht, keine Spur von grün. Da die Farbflotte noch gut aussah habe ich noch einen zweiten Zug gefärbt, der wurde schon  deutlich blasser. Den habe ich mit Eisensulfat weiterentwickelt, das hat das nette hellolivgrün rechts im Bild ergeben. Gefällt mir auch gut, ich bin ja ein Fan von etwas schmuddeligen Grüntönen :D.

Freitag, 1. April 2016

Sommersocken


Ja, schon wieder Socken. Diesmal aber für mich. Eeeiiiigentlich habe ich ja genug Socken, allerdings sind die alle recht dick (halt aus der typischen 1/1 Dochtwolle). Jetzt hatte ich ja die etwas dünnere Wolle, die ich bei diversen Färbungen mit benutzt habe, und daraus habe ich mir jetzt ein Paar Sommersocken genadelt. Die Wolle fühlt sich duch die recht feste Zwirnung an den Füßen sehr angenehm an, jetzt kann es wirklich Sommer werden :)


Freitag, 18. März 2016

Auftragssocken

Im letzten Post hatte ich ja schon angedeutet, dass ich einen Auftrag für ein Paar nadelgebundene Socken hatte. Mein Lieblings-Normanne wünschte sich Socken passend zur Gewandung in gelb-grün. In Größe 43-44 *urgs*. Also habe ich mit Birkenblättern gelb gefärbt, das ganze dann mit der dunkelgrünen Wolle aus meiner Winterthing-Ausbeute kombiniert, und da Socken draus gemacht :).
Die echte Farbe liegt irgendwo zwischen den beiden Fotos (einmal mit, einmal ohne Blitz), mir gefällt die Kombination echt gut, der Empfänger hat sie bisher nur auf Bildern gesehen, ist aber begeistert.



Freitag, 11. März 2016

Färben mit Birke

Für einen Socken-Auftrag brauchte ich neue, schön knallig gelbe Wolle, darum habe ich mir mal Birkenblätter besorgt. Die sollen ja recht zuverlässig gelb färben. Also habe ich 200g Wolle (alaungebeizt) mit 200g getrockneten Blättern gefärbt. Das Ergebnis war dann auch ein richtig schönes, knalliges Gelb.
Ich habe bei dieser Färbung mal getestet, ob es einen Unterschied macht, wenn die Wolle nach dem Beizen feucht gehalten wird, oder nicht, und ich muss sagen, bei Birke macht es keinen Unterschied. Darum sind auf dem Foto auch nur 100g zu sehen, exemplarisch sozusagen, das andere Knäuel war zum Foto-Zeitpunkt schon in der Verwandlung zu Socken :).

Die Färbeflotte war nach der ersten Färbung noch relativ gelb, also hab ich da noch einen Strang reingetan, den ich mal geschenkt bekommen habe, 100% Schurwolle mit einer missglückten Heidekrautfärbung (war kaum zu sehen. Aber offensichtlich war die Flotte doch nicht mehr stark genug, die Wolle wurde nur recht blass. Also habe ich nochmal 3% (also nur 3g, das ist wirklich wenig) Eisensulfat dazugegeben, um die Farbe zu grün weiterzuentwickeln.

Ich hab die Wolle dann vorsichtig gerührt und ein paar mal aus der Flotte rausgehoben, weil das Eisensulfat Sauerstoff zur Reaktion braucht. Das hat auch wirklich gut geklappt, aus dem recht blassen Gelb ist ein schönes Olivgrün geworden. Mag ich!

Freitag, 4. März 2016

Resteverwertung

Ich hatte noch ein paar kleine Reste chemisch gefärbter Filzwolle hier rumfliegen, so ohne rechten Plan, was ich damit anfangen sollte. Aber Stulpen gehen ja eigentlich immer, oder? Also habe ich da fix ein Paar Armstulpen draus genadelt. Da ich selber schon welche habe, werde ich die vermutlich mit einem Wanderpaket weiterreisen lassen, oder so...
Jetzt habe ich, zumindest was Dochtwolle angeht, nur noch pflanzengefärbte hier rumfahren :)

Montag, 29. Februar 2016

Färben mit Faulbaumrinde

Ich hab euch ja letztens schon meine "neuen" Beinwickel gezeigt, die ich mit Faulbaumrinde gefärbt hatte. Da die Färbeflotte noch ganz gut aussah, hab ich mir gedacht, da kann man doch bestimmt noch ein wenig Wolle mit färben^^.
Also nicht lang gefackelt, und 50g von der grauen Schurwolle, die ich auch schon bei der Krapp-Färbung benutzt habe, und 50g vom 2. Zug der Krapp-Färbung (der mir ja nicht so gefallen hat...) in den Einkocher geschmissen.
Und hier ist das Ergebnis, unten ist die Wolle, die schon ein bissel Krapp abbekommen hat, darum ist die etwas rötlicher. Mir gefällt das warme braun immer noch sehr gut. Und nach dieser Färbung sah die Färbeflotte immer noch echt gut aus, also habe ich noch echt gut aus, also habe ich noch die letzten 50g der verunglückten Krapp-Färbung und 100g Dochtwolle vom Wollschaf reingetan.
Und auch der 3. Zug hat wieder eine schöne Farbe abbekommen (links die Dochtwolle, rechts die Krapp-Überfärbung). Faulbaumrinde ist echt ergiebig. Ich hätte bestimmt noch mindestens einen weitern Zug färben können. Außerdem kann man damit offensichtlich auch andere Materialien färben:
Hier seht ihr mein Färbetuch aus 100% Baumwolle (Bomull von Ikea, da war sogar noch die Appretur drauf), nachdem es ohne Fixierung in der Waschmaschine war... Da soll noch mal einer sagen, mit Pflanzenfarben kann man keine Baumwolle färben. Sogar die Schnur, mit der das Tuch zugebunden war (meiner Einschätzung nach 80-100% Poly-Tier) war braun^^. Das nächste mal, wenn ich mit Faulbaumrinde färbe, werde ich mal testen, ob man Leinen damit färben kann... 



Freitag, 26. Februar 2016

Mal wieder Socken

Ich hab mal wieder Socken genadelt. In Größe 45 *ächtz*. Für wen wird noch nicht verraten, weil die ein IT-Geschenk werden sollen. Ich glaube zwar nicht, dass der Betroffene hier mitliest, aber man weiß ja nie^^.
Verwendet habe ich die Wolle aus der Löwenzahn-Solarfärbung und die Dochtwolle aus der Krappfärbung. Da die Löwenzahnwolle nicht so recht lichtecht ist, hat die sich für Socken ja quasi angeboten, und das Rot als Kontrast passte ganz gut dazu. 
Wie bewährt, Oslo-Stich F2 :). Ich hoffe, der zu Beschenkende wird sich freuen...

Montag, 22. Februar 2016

Lucet

Als das mittelalterliche Wanderpaket aus dem grünen Lieblingsforum das letzte mal hier halt gemacht hat, war da eine handgeschnitzte Lucet (oder auch Strickgabel) enthalten. Die konnte ich natürlich nicht weiterreisen lassen, auch wenn ich keine Ahnung hatte, wie das Ding funktioniert. Kann man ja alles lernen...

Ich hab also mal fix Google befragt, wie das ganze funktioniert, und nachdem ich mit der bebilderten Anleitung gar nicht zurecht kam, bin ich auf ein Youtube-Video gestoßen, und damit hat das dann prima geklappt. Die Technik ist wohl laut Wikipedia bis in die Wikingerzeit belegt, angeblich wurden da früher Seile mit gemacht. Das kann ich mir gut vorstellen, es ergibt recht stabile Vierkantschnüre, die nicht aufribbeln, wenn man sie abschneidet, und gegenüber vielen anderen Techniken, aus denen Nestelschnüre hergestellt werden, hat die Lucet den Vorteil, dass man die Schnur unendlich lang machen kann, weil man aus dem Knäuel arbeitet.

Mein Sköllchen aus der Winterthing-Beute kat jetzt als Anhängeband auc so eine Schnur, hier habe ich sie etwas lockerer gestrickgabelt, damit die etwas strechig bleibt, wenn man nach jeder Drehung fest anzieht, kann man aber auch eine recht feste und steife Schnur erhalten (s. oberes Foto).


Mittwoch, 17. Februar 2016

Beinwickel 2.0

Ich hab irgendwann mal auf Facebook ein paar günstige Beinwickel gesehen, und die dann nach dem Motto "haben ist besser als brauchen" gekauft. Oft getragen hab ich die nicht, weil man die ja unterm Kleid eh nicht sieht und außerdem waren die recht langweilig naturfarben...

Et voilá, da sind sie. Langweilige Farbe, die Enden noch nicht vernäht und deshalb leicht ausgefranst, irgendwie nicht so richtig schick.
Jetzt hatte ich durch einen glücklichen Zufall ein paar Färbedrogen geschenkt bekommen, und so kam es, dass ich 300g Faulbaumrinde hier rumliegen hatte. Damit könnte man ja zumindest die Farbe ändern...
Ich hab mich beim Rezept an das Buch von Dorothea Fischer gehalten, das hat gut funktioniert, und von der neuen Farbe war ich dann so motiviert, dass ich auch gleich die Enden umgenäht habe. Meine "neuen" Beinwickel sehen jetzt so aus:
Damit die Nähte möglichst unsichtbar bleiben, habe ich das Ende jeweils ein bisschen aufgeribbelt, und den dadurch entstandenen Faden zum Nähen genutzt. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Sonntag, 14. Februar 2016

Rumgeflicke

Na, wer von euch hatte nen Freud'schen Verleser?^^ Den muss ich leider enttäuschen, hier geht's ums FLicken... Mit L.
Larp-Klamotten werden ja relativ stark beansprucht, man rennt rum, schmeißt sich hin, kämpft, kriecht durchs Unterholz, da kann schon mal was kaputt gehen. Ich persönlich finde es gar nicht so tragisch wenn das passiert, weil die Klamotten schön gebraucht und benutzt wirken lässt. Einige Leute verranzen ihre Klamotten sogar vor dem ersten Tragen, damit es so wirkt, als ob die schon lange in Benutzung sind.
Da hab ich meistens nicht so Bock drauf, ich hab auch immer Angst, dass das irgendwie unnatürlich und doof aussieht... Aber auf dem letzten EE habe ich es geschafft mir in beide Leinenkleider einen Dreiangel zu reißen (fragt nicht wie, ich weiß es nicht^^), und in meinen Thing-Hängerock waren leider Motten gekommen (Drecksviecher, elendige!!!!), also stand ein wenig Flickarbeit auf dem Programm.

Beim Hängerock habe ich versucht, die Löcher möglichst unauffällig zu stopfen. Genauso wie z.B. Socken, mit Wollgarn in fast der selben Farbe wie der Stoff. Weil das ja IT ja quasi meine Ausgehklamotte ist.

Bei den Kleidern habe ich es nicht ganz so unauffällig gemacht, weil ich finde,dass der ein oder andere Flicken ganz gut zu einer Magd-Darstellung passen. Ich habe Patches aus dem jeweiligen Stoff ausgeschnitten und dann umgeschlagen mit dem Langettenstich festgenäht. Mit einem Faden, der nicht ganz die selbe Farbe hat wie der jeweilige Stoff. So sieht man den Flicken einigermaßen deutlich, aber es wirkt trotzdem, als hätte man versucht, das Kleid einigermaßen unauffällig zu flicken.